Auch bei uns weniger Vögel am Futterhaus?

Foto:M.Franke

Die Stunde der Gartenvögel ist vorbei und die erste Sichtung der Meldungen verzeichnet in RLP einen starken Rückgang der Kohlmeise. Wie ist es bei uns in Teschenmoschel.
Wie jedes Jahr bestückte ich meine Futterstellen im Herbst mit selbst gemachten Fettfutter, Sonnenblumenkernen und andere heimische Sämereien. Bei der wilden Karde lasse ich die Samenstände stehen. Jedes Jahr freut sich der Distelfink, daß ich ihm seine Lieblingsspeise anbiete.
Mitte Oktober stand alles für die Gartenvögel bereit und reichlich Vorrat war eingelagert. Die letzten Jahre hatten sie mir förmlich die Haare vom Kopf gefressen. Buntspecht, Grünspecht, Kleiber, Häher. Von Kohl-, über Blau- bis hin zur Weidenmeise. Amseln, Stare, Sperling, Rotkehlchen und Finken.
Der Herbst war recht mild und so wunderte ich mich nicht, daß das Futter nur spärlich angenommen wurde. Reichlich war noch in der Natur vorhanden. Ende November kam der erste richtige Kälteeinbruch mit Minusgraden und viel Raureif. Gespannt wartete ich auf meine Wintergäste. Doch außer vereinzelt mal eine Meise oder Rotkehlchen blieben die Futterplätze verwaist.

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Bevor ich durch die Medien erfuhr, daß es nicht nur bei mir so ist, ging ich auf Spurensuche. Der benachbarte Haselnussstrauch und eine alte Kirsche wurden im Herbst entfernt und so vermutete ich, daß den Wintergästen der Anflugbaum fehlte. So eröffnete ich noch kurzerhand einen anderen Futterplatz. Auch dieser blieb leer und ich vermutete daß „Puschel“ ‚ alias ‚“Frodo“ unsere neue Katze, die Vögel vertrieb. Eigentlich konnte ich es mir nicht denken, da Nachbars Katzen die ganzen Jahre keine abschreckende Wirkung hatten wenn sie stundenlang unter den katzensicheren Vogelhäusern saßen. Doch sicher ist sicher und so legte ich nochmals Futterplätze im Hanggarten an. Einen für Meisen und Co., einen für Specht und Kleiber und einen für die Amseln.
Trotz aller Mühe, die Vögel kommen nur spärlich.

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Der kürzliche Wintereinbruch mit beißenden Frostgraden brachte etwas mehr Leben an den Futterstellen doch vermisse ich Distelfink und Grünspecht. Ein einsamer Buntspecht, ein einsamer Kleiber, wenig Meisen und wenig Finken. Alles bekannte Vögel die einfach da sind, das ganze Jahr und man meint, daß sie massenhaft vorkommen.

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Was ist der Grund:
Viele Stimmen werden laut und machen den Einsatz von Spritzmitteln dafür verantwortlich. Einige glauben es liegt an der Geflügelpest oder an unseren aufgeräumten Gärten. Krähen und Elstern müssen als Verursacher herhalten, doch waren diese die ganzen anderen Jahre auch schon da. Das schlechte Frühjahr mit viel Nässe. Doch die mir bekannten Nester hatten trotz Dauerregen eine erfolgreiche Brut. Auch muss man bedenken, dass dieses Jahr ein so genanntes Mastjahr war, dann finden die Vögel immer noch genug in der Natur und Zuzügler aus dem Norden bleiben aus.
Die Fachwelt rätselt und kommt zu keinem schlüssigen Ergebnis.

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Vielleicht ist es ein Zusammenspiel mehrer Ursachen. Dabei erinnere ich mich gerade an die ständig verschmutzten Windschutzscheiben, von vor 10 Jahren, im Sommer. Es ist mir gar nicht bewusst geworden, daß diese heute kein nennenswertes Problem mehr sind.
Wo sind eigentlich die ganzen Insekten geblieben?

Ein Gedanke zu „Auch bei uns weniger Vögel am Futterhaus?“

  1. Ähnliche Beobachtungen kann ich auch vermelden,jedoch nach dem richtigen Wintereinbruch gab es schon etwas mehr Bewegung an den Futterstellen ,bunt gemischt ,jedoch nicht in der Anzahl wie in den vergangenen Jahren.

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