Ein „Hamburger“ in Teschenmoschel

Wenn man im hohen Norden aufgewachsen ist, gibt es natürlich so einige Dinge die man hier schmerzlich vermisst.
Bei mir ist es ein Brot. Es hießt schlicht „Hamburger“. Das Brot hat zwar nichts mit Hamburg zu tun und dort kennt man es gar nicht, aber in jeder Bäckerei in meinem Heimatort bestellt man ein „Hamburger“ und man bekommt dieses leckere Brot.Lange habe ich hier alle Schwarzbrote probiert, doch keines kam geschmacklich auch nur annähernd an das Hamburger Brot. Was liegt da näher als es selber zu backen:

2 TL      dunkle Melasse in
140 ml  warmen Wasser auflösen.
100 g     Roggenschrot dazugeben und über Nacht stehen lassen
damit das Korn weich wird.
140 g     dunkles Roggenmehl,
40 g       Weizenvollkornmehl,
2 TL      Salz und
100 g     Sonnenblumenkerne in einer Schüssel vermengen.
10 g       frische Hefe,
60 g      Roggensauerteig (gibt es fertig zu kaufen) mit
80 ml    warmen Wasser vermischen und zum Mehl geben.

Mit einem Kochlöffel alles gut durchrühren. (Ist eine ziemlich feuchte, klebrige Masse).
Die Schüssel abdecken und 1Std. gehen lassen. Ich mach das immer im Backofen bei 40 Grad
Danach den Teig in eine gut eingefettete Kastenform geben und die Oberfläche mit einem feuchten Löffel glatt streichen. Erneut ca. 1 Std. gehen lassen.
Backofen auf 220 Grad vorwärmen. Brot in den Ofen schieben und ein großes Glas Wasser auf den Boden kippen. Tür sofort schließen.
Das Brot ca. 35 Min backen. Brot aus der Form lösen und abkühlen lassen.

Die nötige Melasse war anfangs nur im Naturkostladen zu bekommen, aber mittlerweile gibt es sie auch bei manchem Edeka oder REWE.
Saftig und kross wenn es frisch ist und nur mit Butter ein Genuß. Auch älter verliert es nicht seine Schmackhaftigkeit. Einfach lecker!

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