Helfer für Senioren

Foto:M.Franke

Vor einigen Tagen habe wir Teschenmoscheler ein Rundschreiben zu diesem Thema in unseren Briefkästen gehabt. Heute ist eine kleine Info nun auch in der Rheinpfalz erschienen. Wie kann man nun diese Idee umsetzen.

2015 hatte die Landesregierung ein ähnliches  Projekt gestartet, welches zu 100% bis Dez.2018 komplett vom Land finanziert wurde. Der Name Gemeindeschwester plus. Warum nun die VG Rockenhausen dieses Angebot nicht aufgegriffen hat, da gerade ihre VG sehr ländlich geprägt ist, bleibt mir ein Rätsel, steht aber auf einem anderen Blatt.

Wie sieht nun die Situation der älteren und alleinstehenden Bewohner in unseren Dörfern aus. Wir wissen alle, wie eingeschränkt das Leben auf einem Dorf sein kann, wenn man nicht mobil ist. Die Struktur der Großfamilien wo früher die älteren noch kleine Aufgaben erledigen konnten und aufgefangen wurden gibt es so gut wie nicht mehr. Die Kinder haben ihr eigenes Leben. Wenn man Glück hat wohnen sie in der nächsten größeren Stadt und können sich kümmern. Doch die kleinen alltäglichen Dinge, wo man nicht extra die Familie für fragen möchte bleiben auf der Strecke.

Da ist der Gang zum Friedhof, der Besuch der Nachbarkerwe, oder einfach mal nachmittags im Schatten im Hof sitzen und mit jemanden ratschen. Die Fahrt zum Einkaufen oder ein Arztbesuch.

Vieles wird durch die Nachbarschaftshilfe aufgefangen, aber manches bleibt auch unentdeckt. Doch vor allen Dingen ist es wichtig, das Leben im Alter auf dem Dorf angenehmer zu machen und es unseren Älteren ermöglichen weiterhin in ihren Heim zu bleiben.

Durch Hausbesuche der Gemeindehelfer sollten diese Menschen in ihrem selbstständigen Leben gestärkt werden. Diese Besuche ersetzen keine Krankenpflege. Dafür gibt es die Pflegestationen.  Diese Besuche hätten aber das Ziel, die Menschen frühzeitig auf mögliche Pflegebedarfe aufmerksam zu machen. Sie hätten aber auch das Ziel im täglichen Behördendschungel zu helfen, Einkäufe zu erledigen, zum Arzt zu begleiten oder einfach nur da zu sein und schauen ob man gebraucht wird.

Ein durchaus gutes Projekt, welches mit wenig Aufwand durchführbar wäre, doch aus meiner Sicht, auf Dauer nur mit der Teilnahme der umliegenden Dörfer machbar wäre.

Bleibt die Frage, wer sich als Helfer zur Verfügung stellt und ob wir bereit sind für den Betreuungsverein, der das Projekt mitfinanzieren würde, bereit sind unseren Beitrag zu leisten.

Ich würde sofort einen Beitrag spenden. Zu einem pfälzischen Dorf gehören einfach auch die alten Menschen und so sollte es auch in der Zukunft bleiben.

Es würde mich freuen, wenn wir das Thema besprechen würden und ihr eure Meinung schreibt.

Hier nochmal das Rundschreiben von Wittal, Faller, Hyner; die diese Idee ins Leben gerufen haben und ich sie durchaus diskussionswürdig finde.

Anklicken:      Gemeindehelfer

 

 

5 Gedanken zu „Helfer für Senioren“

  1. wow,
    tolle Sache, bin ich sofort dabei – solange ich noch nicht im „bedürftigen“ Alter bin. dann möchte ich natürlich gerne nutznießen.

    wie können wir das unterstützen – ohne aufdringlich zu wirken?

    und klar bin ich bei einer Spende auch dabei – wer sammelt? wie und wo?

    Lieben Gruß von Sonja

    (PS – Samtpfoten sind heute unter Protest umgezogen – Huftiere kommen morgen – ab Donnerstag bin ich permanent da)

    (PPS – freu mich wie bolle)

  2. Hallo, Frau Franke!

    Zuerst einmal vielen Dank für den sehr differenzierten und in der Sache ebenfalls sehr wohlwollenden Artikel. Recht haben Sie, dass ein noch besseres Gelingen dadurch beeinflusst wird, wenn sich unsere Nachbardörfer bereitfinden würden, das Projekt mit zu unterstützen und insoweit auch als ihr „Eigenes“ betrachten. Die „Personalfrage“ sowie die sächliche Ausstattung wären ungleich besser zu beantworten. Von der Finanzierung einmal ganz zu schweigen.

    Ganz bewusst haben wir aber die Mitwirkung anderer (Nachbar-)Gemeinden nicht als Voraussetzung dafür gesetzt, um zuerst einmal „starten“ zu wollen. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass dann, wenn gleich zu Anfang mehrere Partner mit an den Start gehen sollen, oftmals die Projekte im „Dschungel der Bedenken und möglicher Abstimmungsprobleme“ zum Scheitern verurteilt sein können. Dies wollen wir von Anfang an ausschließen und zuerst einmal im Kleinen vorangehen. Späterhin, wenn wir gute Ansätze und erste gute Ergebnisse präsentieren können, wollen wir offensiv auf unsere Nachbargemeinden zugehen. Wie ich höre, wird das „Modell Teschenmoschel“ aber bereits bei den Nachbardörfern sehr positiv diskutiert.

    Bürgermeister Schulz hat sich bereits auf unser Anschreiben gemeldet und mitgeteilt, dass der Gemeinderat Mitte September unsere Initiative beraten wird. Da ich davon ausgehe, dass Herr Bürgermeister Schulz Ihre Homepage ebenfalls liest, ist es gut, wenn ich bereits hier an diesere Stelle auf die mögliche Frage der „Mitwirkung von Nachbardörfern in der Startphase“ eingehen konnte.

    Nochmals vielen Dank!

    1. Das hört sich doch alles schon ziemlich durchdacht an.
      Sobald sich was Neues in dieser Sache getan hat, würde ich mich freuen, hier davon zu erfahren.

  3. Hallo Gemeinde,

    ich finde den gesamten Ansatz, also die Sache erst einmal „nur“ in unsere Hand zu nehmen sehr gut. Bei dementsprechendem Erfolg werden die Nachbargemeinden mit Sicherheit mitziehen. Auch Transparenz finde ich sehr wichtig, sprich ein Finanzierungsplan sollte, wenn er denn steht, für Interessierte einfach zugänglich sein.
    Ich würde den abzudeckenden Hilfebereich gerne um sämtliche Personen erweitern, die der kurzfristigen Hilfe benötigen. Fiktive Szenarien: Unfälle und Krankheiten die Teschenmoscheler Bürger treffen und jene dadurch von Arztbesuchen, Einkäufen, Kinder zur Schule, zum Sport bringen etc. abhalten. Auch dringend benötigte kleine handwerklichen Tätigkeiten sollten meines Erachtens angeboten werden. Der ewig tropfende Wasserhahn, die ständig laufende Toilettenspülung, leichte Gartenpflege etc., das Feld auf dem Hilfe im Notfall gebraucht wird, ist groß.
    Wenn dies möglich wäre, hätten wir einen Service, der bei vergleichbaren Projekten sicher nicht so umfassend und unbürokratisch abgedeckt ist. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die Gemeinderatsitzung und deren Meinung.
    Ich bin bereit und würde mich sehr darüber freuen in diesem Projekt tätig zu werden.
    Durch meine handwerkliche Ausbildung als Feinmechaniker im Handwerk, umfassende Erfahrungen mit Holz, Wasser, Elektrik, Trockenbau, Putz-, Tapezier- und Malerarbeiten, Computer, LKW-Fahrer und der Ausbildung zum Arbeitspädagogen ( Tätigkeit wie Arbeitserzieher ) decke ich wohl die meisten anfallenden Tätigkeiten ab.

  4. Das ist ja sehr erfreulich welche Resonanz unser Anstoß mittlerweile hervorgebracht hat. Da die Initiatoren im Moment noch nicht, in der direkten Verantwortung stehen, müssen auch wir zunächst abwarten wie sich die Sache weiterentwickelt.
    Es müßte jedem im Dorf klar sein, dass so ein „Projekt “ nur von uns, mit überwiegender Mehrheit, in eigener Regie zustande kommen kann. Alle anderen, welche natürlich an erster Stelle in der Verantwortung stehen (VG, aber auch Kreis oder Land ) werden keine große Motivation aufbringen, da dortigerseits die basalen Erkenntnisse nicht vorhanden sind bzw. Notwendigkeiten nicht erkannt werden. Dies zeigt eindeutig der bisherige Verlauf seit unserer Antragstellung gemeinsam mit der Union im VG Rat am 07. 06. 2018.

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