Helfer für Senioren -Update- 03.Okt.2018

Nachfolgend die Stellungnahme des Gemeinderats vom 01.Oktober, den sicher auch alle Teschenmoscheler in  ihren Briefkästen hatten.Weitere Handzettel in dieser Angelegenheit werde ich nicht hier einstellen. Über die Kommentarfunktion kann natürlich weiterhin gerne über das Thema diskutiert werden.

Schulz

 

26.Sept.2018

Die Tage war in dieser Sache eine Gemeinderatssitzung. Wohl öffentlich, aber nicht so öffentlich als das es in der Zeitung stand. Vielleicht habe ich es auch schlicht überlesen. Von daher ist diese Sitzung leider an mir vorüber gegangen.
Heute bekam ich die Mitteilung, daß der Gemeinderat den Vorschlag  „Gemeindehelfer“ ablehnend gegenüber steht.
Schade, doch die Begründung der nicht gewollten Zusammenarbeit mit den Initiatoren, sollte bei solchen durchaus interessanten Vorschlägen, nicht als Entscheidungsgrund dienen:

Gemeindehelfer

 

8 Gedanken zu „Helfer für Senioren -Update- 03.Okt.2018“

  1. Na ja, sagen wir‘s mal so: wenn ich etwas „kritisch sehen“ will muss ich es mir wohl genauer anschauen.
    Insofern besteht also die Hoffnung, dass man miteinander redet.

  2. Zurück zum Thema:
    Eine Gemeindeschwester „plus“, wie sie von der Landesregierung angestrebt wurde und bis Ende dieses Jahres komplett gefördert wird, ist weitreichender als die Idee eines Gemeindehelfers, wie er hier angedacht ist. Für diese Gemeindeschwester plus braucht man geschultes Personal. Sie sollen zwar nicht den Pflegedienst ersetzen, jedoch u.a. erkennen und reagieren, wenn z.B. eine ältere Person stationäre Pflege bedarf.
    Mal eine Fahrt zum Friedhof, zum Einkaufen etc. fällt da nicht drunter. Eine durchaus gute Sache die 2019 wohl von der Landesregierung erweitert werden soll, da sie sich bewährt hat. Darum geht es wohl in der VG Sitzung im Oktober.
    Unser angedachter Gemeindehelfer sollte nicht unbedingt diese tragende Rolle haben. Meiner Meinung geht es da auch um die kleinen alltäglichen Dinge aber auch, wie Steffen im alten Beitrag schon angeregt hat, nicht nur die ältern Dorfbewohner, sondern auch die Alleinstehenden im Krankheitsfall, in einem Dorf.
    Nun möchte der Gemeinderat (wenn ich es richtig verstanden habe) sich diese zusätzliche Last und die finanzielle Belastung nicht ausliefern. Was spricht jetzt dagegen, eine Initiative zu gründen, ohne den Gemeinderat zu belasten?
    Angedacht von den Initiatoren war, erstmal im Kleinen zu starten und dann die Nachbarorte mit einbeziehen. Wie ist dies finanziell zu stemmen? Was braucht es für den Anfang? Gibt es genug Bürger die sich finanziell oder aktiv daran beteiligen wollen?
    Wie lange wird eine Gemeindeschwester plus von der Landesregierung komplett gefördert? Was ist in 5 Jahren, bei leeren Kassen? Viele Fragen bleiben für mich noch offen und müssten geklärt werden, denn solch ein Projekt macht nur Sinn, wenn langfristig überlegt wird.
    Für mich ist ein Gemeindehelfer nach wie vor eine super Idee, doch zur Umsetzung braucht es eben Courage, Zusammenhalt und vor allem Freiwillige.
    Wenn ich jedoch irgendetwas falsch verstanden habe, bitte korrigieren.

  3. Kann dir nur zustimmen Margrit. Denke der Bedarf geht über das hinaus, was ein/e Gemeinderhelfer/in rein rechtlich gesehen abdecken darf. Problematisch sehe ich hier das erkennen und umsetzen einer stationären Einweisung im Bedarfsfall. Lässt sich aber mit Sicherheit klären. Bin auf die VG-Sitzung gespannt.

  4. Wenn Frau Franke in ihrem Kommentar (letzter Satz) danach fragt, ob sie vielleicht etwas falsch verstanden haben könnte, so darf ich sagen, dass sie ganz im Gegenteil ganz genau erkannt hat, um was es eigentlich geht. Auch im Namen der weiteren Kollegen Helmut Faller und Herbert Wittal hätte ich mir gewünscht, dass ein Gemeinderat genau die von Frau Franke aufgezeigten Differenzierungen erkennt und sie gegebenenfalls erst einmal nachfragt, bevor er zu einer endgültigen Entscheidung kommt.

    Da ist natürlich die Äußerung des Gemeinderates „Eine direkte Zusammenarbeit der Ratsmitglieder von Teschenmoschel mit den Verantwortlichen Hyner, Faller und Wittal wird kritisch gesehen“ ganz und gar nicht hilfreich, um Missverständnisse aufzuklären.

    Der Gemeinderat war alleine schon bei der Wahl der Überschrift zu seiner ablehnenden Stellungnahme im Irrtum:

    Es geht hier überhaupt nicht um eine „Gemeindeschwester Plus“ im klassischen Sinne einer besonders medizinisch-ausgebildeten Kraft, wie sie der eine oder andere von uns aus der Vergangenheit als DIE Gemeindeschwester schlechthin kannte.

    Das, was man aus früherer Zeit als „Gemeindeschwester“ kannte, ist heute im Zeichen der (kostenpflichtigen) Pflegedienste in eine andere Funktion getreten.

    Das Land hat schon vor Jahren ein Projekt ins Leben gerufen, wonach eine „Gemeindeschwester Plus“ nicht die Pflege und medizinische Betreuung im klassischen Sinne zu aller erst sicherstellen soll, sondern vielmehr soll gerade auf der unteren Ebene zur Pflege (im Vorfeld) jemand da sein, der Hilfestellungen im täglichen Leben gibt, allerdings schon in einer qualifizierten Form mit einer Ausbildung zur Alten- oder Krankenpflege.

    Aus welchen Gründen auch immer, ist der Landkreis Donnersberg seinerzeit nicht in den Kreis der geförderten Landkreise aufgenommen worden. Wollen wir nicht darüber spekulieren, welche Gründe es gab. Vielleicht hatte man auch gar keinen Antrag gestellt.

    Jedenfalls die Landkreise, die in das Förderprogramm aufgenommen wurden, haben auf der Ebene ihrer Verbandsgemeinden „Gemeindeschwestern Plus“ installiert, und zwar mit einem außerordentlich guten Ergebnis. Der Sender ARTE hatte hierüber einen Filmbericht gemacht und gerade auch auf unsere Nachbarn in den Niederlanden hingewiesen, wo es hierzu schon seit langer Zeit für eine solche Einrichtung der (Vorfeld-)Betreuung zur klassischen Pflege gute Erfolge zu vermelden gibt.

    Klar, eine solche Kraft wie die einer Gemeindeschwester Plus macht derzeit nur Sinn, wenn diese Einrichtung auf der Ebene einer Verbandsgemeinde stattfindet.

    „Die Nordpfälzer“ und auch die CDU-Fraktion hatten schon vor Monaten im Verbandsgemeinderat erreicht, dass eine Gemeindeschwester Plus aus dem mittlerweile ausgelaufenen Förderprogramm zu uns in das VG-Ratsgremium kommen soll, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Sodann sollte entschieden werden, ob man eine solche Stelle (im Hauptberuf) auch ohne Fördermittel schaffen will. Wer dauerhaft einen Klimaschutzmanager bei der Verbandsgemeinde beschäftigen will, muss auch Geld dafür haben, um den Alterswandel in unserem ländlichen Raum besser bewerkstelligen zu können! Dabei sollen die Notwendigkeiten zum Klimawandel hier nicht gegeneinander ausgespielt werden!

    Bürgermeister Cullmann ist uns seit Monaten die Ausführung des vorgenannten Beschlusses des VG-Rates schuldig geblieben.

    Bei unseren Recherchen und Nachfragen im Sozialministerium wurden wir an eine verantwortliche Mitarbeiterin verwiesen, die über äußerst gute Erfahrungen auf der ganz kleinen Ebene einer Gemeinde berichten konnte. Genau hier wurde davon gesprochen, was in den Kommentaren auf der hiesigen Seite Teschenmoschel.com auch immer wieder zum Ausdruck kommt: Nämlich die Hilfe bei den Verrichtungen des täglichen Lebens, ohne den Anspruch zu verfolgen, dass die Person, die im Rahmen eines Mini-Jobs eingesetzt wird, medizinische „Ersatzleistungen“ zu vollbringen hat.

    Wenn wir dies alles in Teschenmoschel für richtig halten (darüber lässt sich ja vortrefflich streiten), dann brauchen wir nicht auf die Verbandsgemeinde zu hoffen und zu warten (die ja ohnehin mit der „Gemeindeschwester Plus“ einen anderen Ansatz verfolgen soll), sondern wir sind hier an diesem Ort gefragt. Auch darauf zu warten, dass sich andere Kommunen anschließen, ist nicht zielführend (um es höflich auszudrücken).

    Dass ein Gemeinderat darstellt, dass er in vielfältiger Weise bereits anderweitig ehrenamtliche Aufgaben wahrnimmt, die keine Zeit mehr zuließen, sich der hiesigen Thematik umfänglich zu widmen, ist aus der Sicht einer jeden dortigen Person absolut zulässig. Nur: Wenn alle Kräfte bereits erschöpft sind, stellt sich die Frage, ob nicht leistungsfähigere Gemeinderatsmitglieder an deren Stelle zu treten haben. Ich bin einer der nächsten Nachrücker!

    Wobei ich mir kritisch erlaube, darauf hinzuweisen, dass ich bei der Frage der Windkraftnutzung und der damit zusammenhängenden (Sonder-)Interessen Einzelner eher den Eindruck haben konnte, dass der Gemeinderat voller Elan ist. Alleine die ganzen Bebauungsplanverfahren (und die Kosten hierfür) hatten und haben doch einen Aufwand, der in keinem Verhältnis dazu steht, was von einem Gemeinderat abverlangt werden würde, wenn er sich der Frage der Betreuung unserer älteren Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit uns und allen gutwilligen Interessierten widmen würde.

    Die Frage, des „Ja wir Wollen“ oder „Nein, wir wollen dies nicht“ muss anders beantwortet werden; jedenfalls nicht so, wie dies der Gemeinderat getan hat.

  5. Mit Erschrecken konnte ich nach einem Urlaubsaufenthalt zur Kenntnis nehmen, dass Ortsbürgermeister Schulz und die Gemeinderäte, eine Stellungnahme datiert 01. 10. 2018 zur Verteilung gebracht haben. Nachdem ich von einigen Mitbewohnern angesprochen wurde, erfolgt hiermit auch eine Aussage meinerseits an dieser Stelle. Herr Hyner hat auf der Homepage ja bereits einiges dazu verlauten lassen. Eine weitere Stellungnahme wird demnächst in die Haushalte verteilt.

    In der Stellungnahme von Ortsbürgermeister und Gemeinderäten wird deutlich das alle Genannten, wie so oft, nicht gewußt haben, über welche Thematik zu Entscheiden ist. Es betrifft keineswegs die Einstellung einer Gemeindeschwester Plus.

    Thema von Helmut Hyner, Helmut Faller und Herbert Wittal war die Einstellung eines Gemeindehelfers bzw. einer Gemeindehelferin auch als “ Teschenmoscheler Modell“ benannt.

    Allein die Tatsache dass diese Angelegenheit in der Gemeinderatssitzung vom 25. 09. 2018 nicht unter einem eigenen Tagesordnungspunkt beraten wurde, sondern unter Mitteilungen und Anfragen, zeigt deutlich auf welchem Niveau man sich hier befindet. Auch wurde seitens des Ortsbürgermeisters und der Gemeinderäte zu keiner Zeit der Kontakt zu uns gesucht.

    Ich frage mich, wie lange kann dieser Gemeindrat die Interressen aller anderen überstimmen und notwendigen Besprechungen/ Diskussionen+ Entscheidungen aus dem Weg gehen weil keinerlei eigenes Interresse, an Angelegenheiten besteht bzw. weil persönliche Befindlichkeiten eine Arbeit für alle Gemeindemitglieder verhindern.

  6. Ich möchte auch mal einen Kommentar loswerden und versuche so neutral wie möglich zu sein:
    Wann hört die gegenseitige Schuldzuweisung auf und man konzentriert sich auf das, was wichtig ist?
    Wenn ich das richtig verstanden habe, wird für einen Gemeindehelfer so wie ich es bisher gelesen habe, kein Gemeinderat benötigt. Wäre ja im Endeffekt gleichzusetzen als wenn man einen Verein gründet (Bitte um Nachsicht, aber bei der ganzen Diskussion und Diskreditierung beider Seiten fehlt mir ehrlich gesagt mittlerweile der Überblick um was es eigentlich geht).
    Bei der ganzen Diskussion zu dem Thema bleibt nur eins hängen, nämlich um die Zerrissenheit zweier Parteien, die gegenseitig versuchen „schlecht“ über die andere Seite zu sprechen. Es ist offensichtlich, das entweder die eine Seite es falsch verstanden, oder die andere Seite nicht so kommuniziert hat, daß es verstanden werden kann.
    Als Anfang wäre es schön, wenn Ideen zur Umsetzung präsentiert werden und was benötigt wird:
    Wie hoch sind die Kosten für das Projekt?
    Wer finanziert es?
    Wer kümmert sich um den Verwaltungsaufwand?
    Wer kümmert sich, um die passende Person zu finden?
    Wer kümmert sich um das Programm, daß angeboten wird, sprich welche Dienste werden angeboten?
    Wer kümmert sich um die Bedarfsermittlung (wurde überhaupt mal nachgefragt ob ein Bedarf besteht in Teschenmoschel, der eine solche Aktion rechtfertigt?)?

    Ich bin ein Freund von sachlicher Diskussion, die gerne auch mal heftig in der Sache, aber auch kontrovers geführt werden kann. Wenn es aber persönlich wird, sei es gegen Personen oder aber wie hier um die Gruppierung „Gemeinderat“ auf der einen und „Faller, Hyner, Wittal“ auf der anderen Seite,dann führt das zu nichts, außer zu einen „Grabenkrieg“ in einem Dorf, daß mir persönlich sehr wichtig geworden ist.
    Was bringt es bei jeder Möglichkeit gegen den Gemeinderat zu hetzen, außer daß immer mehr Personen sich distanzieren und somit neuen Ideen der Nährboden entzogen wird?
    Ich fand die Formulierung „die Zusammenarbeit mit… sehen wir kritisch…“ im übrigen auch deplaziert, hätte man anders formulieren können.
    Tut allen Teschenmoschelern eine Gefallen, setzt euch zusammen, redet vernünftig miteinander und versucht in der Sache einen Konsens zu finden.
    Als Idee: Vielleicht eine Sitzung wo beide Parteien sachlich drüber sprechen können und die Bürger als Zuschauer sich ein Bild machen.
    Abschließend möchte ich sagen, daß das Thema an sich ich für sehr spannend halte, aber die Art und Weise wie darüber agiert wird, mich fast komplett abschreckt auch nur eine Sekunde weiter darüber nachzudenken.
    Ich weiß nicht ob ich mich zu sehr aus dem Fenster lehne, aber gefühlsmäßig geht es wohl vielen in Teschenmoschel ähnlich.

  7. Guten Morgen Sascha,
    vielen Dank für deine Teilnahme an der Diskussion.
    Deine letzten beiden Sätze stellen den Stand der Angelegenheit mehr als deutlich dar. Es fragt sich warum ist dies so?
    Bitte in diesem Zusammenhang meinen Kommentar vom 03. 09. 2018 lesen, dort ist deutlich gemacht auf was es ankommen wird.
    Daran anschließend eine Beurteilung vornehmen warum hier zur Zeit Dinge, welche für die meisten von uns von elementarer Wichtigkeit wären, nicht zustande kommen.

  8. Hallöchen!

    Wenn ich die Kommentare richtig deute, geht es bei der Sache nun doch überhaupt gar nicht um etwas so Weitreichendes wie eine Gemeindeschwester – von so interessanten Konzepten wie einer Einweisung in stationäre Pflege durch eine Art Helferlein ganz abgesehen.
    Da frage ich mich dann, warum man dafür einen extra einstellen muss.
    Also mit tropfenden Wasserhähnen habe ich es jetzt nicht so arg, aber wenn ich es damit hätte, würde ich die wohl auch ohne Bezahlung reparieren beim „hilfebedürftigen“ Seniornachbar.
    Wolfgang hatte eine ganze Weile sogar kostenlose Hilfe für Computer per Aushang an der Bushaltestelle angeboten – und um diese zu nutzen, musste man nicht mal Senior sein.

    Wenn alle so guten Willens sind, würd’s ja ein einfaches Ticketsystem ganz für umme tun. Ticket aufmachen, einer derer, die grade hilfswütig sind, zieht es sich raus, fertig. Für die weniger rechneraffinen Senioren kann man das auch ganz old school analog in Papierform machen – wenn mündlich irgendwie nicht gewünscht zu sein scheint.
    Oder unterschätze ich den Bedarf grade so immens?

    Schöne Grüße.

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