“The Way of life” in Teschenmoschel

Foto: M.Franke

Schneechaos, Glätte und Sturm Knut waren letzte Woche das Thema Nr.1 in den Medien. Wie haben wir Teschenmocheler die Chaostage erlebt.
Am Montag ging alles noch seinen gewohnten Gang bis am Dienstagmorgen starker Schneefall einsetzte. Ein Blick aus dem Fenster und uns wurde schnell klar. Der Bus kommt heute nicht. Wenn man es noch zur Arbeitsstelle schaffen will heißt es früher losfahren, um noch  durchzukommen  bevor die Strassen nicht mehr passierbar sind. Durch unser Dorf geht eine Landstrasse. Da wird frühestens um Viertel nach Sieben das erste mal geräumt und dann irgendwann einmal wieder.

Foto: M.Franke

Die Straße ist nicht so stark befahren und so heißt es für uns immer durchkämpfen bis nach Dörrmoschel; Richtung Waldgrehweiler bis Abzweigung  Bisterschied. Die kleine Landstrasse vom Friedhof nach Bisterschied und der Promilleweg Richtung Nussbach wird an solchen Tagen gleich gestrichen. Dann haben die Kinder schulfrei weil kein Bus mehr fährt und wer zu hause bleiben muss nimmt es gelassen. Man hat sich über die Jahre daran gewöhnt und zu Essen gibt es immer einen kleinen Vorrat für solche Fälle. Durch dickes Schneegestöber stapfe ich durch unberührte Schneemassen und treffe im Oberdorf schon die ersten fleißigen Teschenmoscheler die ihren Gehweg räumen. Sie scheinen mehr den herrlichen Neuschnee zu genießen, als ihrer Räumpflicht nachzugehen. Viele sind sowieso nicht unterwegs und wann der Postbote heute kommt steht in den Sternen. So genießen wir völlig unaufgeregt das dick in Watte gehüllte Dorf .

Abends entstanden schon die ersten Schneemänner, die zwar am nächsten Tag durch die warmen Lufttemperaturen sich wieder schlafen legten doch mit einsetzendem Neuschnee und Kälte wieder neu gebaut wurden. So hatten wir die Schneehexe, die sich schlafen legte und nicht mehr aufstehen wollte, dann der gesichtslose Schneemann mit seinem Baumhaarschmuck einige Tage später.

Mittwoch und Donnerstag waren die Strassen wieder frei bis in der Nacht zum Freitag auch uns Sturmtief Knut besuchte. Nachts um halb zwei ging es los und auch hier hofften wir glimpflich davon zu kommen. Der Strom ging aus und wieder an und die Ziegel schepperten. Doch Sturmtief Knut meinte es gut mit uns. Hier die Daten von morgens 4:30 Uhr:

Auch Freitagmorgen hatte Knut sich nur halbwegs beruhigt. Hinzu kamen Schneeverwehungen und wieder einsetzender Schneefall. Für uns Teschenmoscheler heißt es dann größtenteils, verlängertes Wochenende, da man eh nicht zur Arbeit kommt und so genossen wir unsere Winterlandschaft, die es mit jedem Urlaubsort locker aufnehmen kann.

Foto: M.Franke

Am Wochenende gab es Wintervergnügen satt in Teschenmoschel. Der Bürgermeister räumte entspannt mit seinem Trecker unsere Nebenstrassen und hielt mit jedem ein Schwätzchen und Sonntag war dann halb Teschenmoschel auf den Beinen. Einige stapften mit ihren Hunden durch unsere Feldmark und trafen auf der Höhe Mädes vom Dorfspielwagen. Hinter seinem Auto eine Schlittenkette ziehend. Der Rest ging hoch zum Rodelhügel bei der Hohleiche. Bei Glühwein, Brötchen und deftigen Aufstrich amüsierten sich alle prächtig. Unsere dorfeigene Reporterin wurde noch fürstlich nach hause chauffiert und die Zurückgebliebenen amüsierten sich noch bis zur einbrechenden Dunkelheit.

Wer das spontane Treffen verpasst hat, für den habe ich mit steifen  Fingern einen kleinen Film gedreht. Vom Winterspass in Teschenmoschel nach dem Motto: Schnee und Rodel gut!

 

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