Wenn Geldgier auf Naturschutz trifft!

Im Juni 2016 konnte der Nachweis eines Brutvorkommens von Schwarzstörchen im Donnerbergkreis erbracht werden. Es handelt sich hierbei zum einen um den 2008  in der Rhön geschlüpften und beringten Schwarzstorch mit der Nr.: T8A. Der Partner war nicht beringt.

Diese konnten in 2016 erfolgreich 3 Junge und in 2017 sogar 4 Junge großziehen.
Durch eine erfolgreiche und sehr engagierte Zusammenarbeit der zuständigen Behörden wurden 5 von der Firma JuWi in unmittelbarer Nähe des Schwarzstorchhorstes geplante und bereits im Genehmigungsverfahren befindliche Windenergieanlagen gestoppt, um so dem selten und gesetzlich geschützten Vogel die Möglichkeit zu geben, wieder in der Pfalz heimisch zu werden.

Am 10. Februar 2018,  ca. 3 Wochen vor der erwarteten Rückkehr des Storchenpaares wurde, der innerhalb des Staatsforstes stehende Brutbaum  durch bislang noch nicht ermittelte Täter gefällt. Hierdurch wurde dem Storchenpaar die Grundlage für eine erfolgreiche Brut im Einflussbereich der geplanten Windenergieanlagen in diesem Jahr zunächst entzogen.

Das rechtswidrige Vorgehen der Täter läßt nunmehr das Genehmigungsverfahren für die geplanten und gestoppten Windenergieanlagen  in einem neuen Licht erscheinen. Der gesetzliche Schutz wurde durch die Schaffung von Fakten widerrechtlich zunichte gemacht und der Geldgier der an den Windenergieanlagen Beteiligten wieder Tür und Tor geöffnet.
Die Aufnahmen am Horst entstanden in Absprache mit den Behörden und unter aller erdenklicher Vorsichtsmaßnahmen um die Schwarzstörche nicht zu stören.

15 Gedanken zu „Wenn Geldgier auf Naturschutz trifft!“

  1. Das ist das schlimmste was passieren konnte.
    So ein Idiot!
    Ich hoffe man findet diesen idiotischen, korupten und geldgeilen Täter und bestraft ihn ordentlich.
    Hoffe es reagieren noch mehr Menschen hierauf.

  2. Eine UNGEHEUERLICHKEIT (!!!) dieses Naturverbrechen!
    Ein Grund mehr für alle beteiligten Behörden , Firmen, Gemeinden und Privatleute das Genehmigungs-verfahren für sämtliche fünf WEAn sofort zu beenden.
    Damit könnten diese endlich einmal öffentlich beweisen, dass sie den Naturschutz ernst nehmen!
    Bisher wird nur schöngeredet, in der Praxis die Natur, unsere Lebensgrundlage, weiter ausgebeutet und zerstört.
    Ich bin bereit, mich finanziell an der Auslobung einer Prämie für die Ergreifung des Täters zu beteiligen.

  3. Hoffe es war ein Hausbesitzer. Einfach mal sein Haus von staatlicher Seite dem Erdboden gleich machen… Konten auch einfrieren, auf Hartz IV Niveau Geld zugestehen, kann sich ja ne Unterkunft im Obdachlosenheim suchen. Das für ein Jahr, ( bis das Schwarzstorchpaar n neuen Brutplatz gebaut und ihn auch zur Brut nutzen kann ), dann darf der Baumfäller wieder am Leben teilhaben, vorausgesetzt er hat sein Vergehen verstanden und unterlässt Maßnahmen die eine Ansiedlung, unter Anderem des Storchs, verhindern sollen.
    Wie krank, geldgeil oder verzweifelt muss man sein um so eine Tat zu begehen. An Unwissen- oder Dummheit glaub ich nicht!!!

  4. Da kam sich ja „einer“ ganz schlau vor.
    Ich hoffe, der wird geschnappt – der potentielle Täterkreis dürfte ja bekannt sein.
    Dann schließe ich mich dem Wilhelm an und biete 50 Euro.

  5. Mal unabhängig von der Tat haltet mal den Ball flach. Dafür gibt es den Rechtsstaat. Hier kopfgelder auszusprechen geht auch ins kriminelle.
    Publik machen und hoffen das der Verursacher seiner gerechten Strafe übergeben wird ist ok. Mehr aber nicht das steht uns nicht zu!!!

  6. Oioioi Sascha – was ist denn mit dir los?
    Eine Belohnung versprechen heißt doch nicht „Kopfgeld“ anbieten.
    Kennst du nicht die Formulierung: für sachdienliche Hinweise ….
    Ein durchaus rechtsstaatliches Verfahren also.

  7. Die Fraktion „Die Nordpfälzer“ hat für die kommende Sitzung des Verbandsgemeinderates ROK folgenden Tagesordnungspunkt angemeldet:

    Sehr geehrter Herr Cullmann,

    folgender Antrag ist in die Tagesordnung aufzunehmen:

    Antrag der Fraktion „Die Nordpfälzer“:
    Änderung des Flächennutzungsplanes der VG Rockenhausen – Teilbereich Energie;
    hier: Herausnahme aller Planungsflächen, die bisher durch das Schwarzstorchvorkommen (Horst) im Bereich Teschenmoschel „gesperrt“ waren.

    Begründung: Kriminelles Vorgehen anlässlich des illegalen Fällens des Horstbaumes darf sich nicht auszahlen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Helmut Hyner
    Fraktionsvorsitzender „Die Nordpfälzer“

  8. Auch ich verurteilte diese Tat aufs Schärfste und frage mich nach den Motiven und dem jetzigen Zeitpunkt. Als Ortsbürgermeister war ich etwas erleichtert, dass sich in der letzten Zeit die Wogen bezüglich der Windkraft etwas beruhigt hatten. Jetzt stehen wir durch diesen Frefel an der Tierwelt mit unserem Dorf wieder groß in der Öffentlichkeit. Ich bin mir aber zu 100 % sicher, dass es sich bei dem Täter nicht um einen Dorfbewohner handelt und hoffe, dass er ermittelt wird.
    Ernst Schulz
    Ortsbürgermeister

  9. Es hat mich wirklich gewundert dass es so lange gedauert hat. Viele Dinge sind in der hiesigen Umgebung schon wesentlich schneller passiert.
    Bleibt zu hoffen dass der kriminelle Täter gefaßt wird. Auf jeden Fall ist Teschenmoschel jetzt auch in Österreich bekannt. Ein Kollege aus Innsbruck hat nach Kenntnisnahme der Tat bei mir angefragt in welchem Umfeld ich mich denn offensichtlich befinde.
    Helmut Faller
    Fraktion “ Die Nordpfälzer“ im VG Rat Rockenhausen

  10. Soviel Dummheit, Ignoranz und Geldgier muss einfach bestraft werden. Seit der Schwarzstorch in Teschenmoschel ist halten wir regelmäßig wenn wir zu Besuch nach ihm Ausschau. Ich hoffe sehr dass der Täter ausfindig gemacht und bestraft wird. Hoffentlich nicht nur wegen Sachbeschädigung.

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